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Entschlackung

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Entschlackungseffekt durch das Saunabaden?

Hat Saunabaden einen Entschlackungseffekt? Zunächst eine Begriffserklärung. Als Schlacke bezeichnet man nicht verbrennbare und damit nicht mehr verwertbare Restsubstanzen. Eigentlich ein Ausdruck aus der Industrie, der jedoch von Laien vielfach auch auf den menschlichen Organismus bezogen wird. Im speziellen handelt es sich um Stoffwechselendprodukte wie u.a. Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin. Sie sind Endprodukte des Eiweißstoffwechsels,  die auch als harnpflichtige Stoffe bezeichnet werden, womit gemeint ist, dass sie im Wesentlichen über die Nieren ausgeschieden werden. Eine Einschränkung der Sekretionsleistung der Nieren führt notwendigerweise zu einem Austrag der harnpflichtigen Substanzen im Blut. Einen Einblick in den Umfang des Eiweißstoffwechsels gibt die Menge Harnstoff, die pro Tag anfällt; in Abhängigkeit vom Eiweißgehalt der Nahrung werden ca. 20 g Harnstoff ausgeschieden. Nur ein kleiner Teil des Harnstoffs kann mit dem Schweiß abgegeben werden. Diese Menge liegt bei 1 g pro Tag.

Leider gibt es nur wenige und meist ältere Untersuchungen zur Frage ob Harnstoffausscheidung durch die gesteigerte Schweißabgabe in der Sauna erhöht werden kann, also ob eine Kompensation einer eingeschränkten Nierensekretion möglich ist. Sicher scheint zu sein, dass mit dem vermehrten Schweiß auch etwas mehr Harnstoff und Kreatinin ausgeschieden wird. Man muß aber bedenken, dass bei Produktion größerer Schweißmengen die Konzentration der Stoffe im Schweiß geringer wird. Eine ältere Untersuchung konnte zeigen, dass bis zu 4 g Harnstoff beim Nierenkranken gemessen wurden. Das reicht auf jeden Fall nicht aus, eine reduzierte Nierenfunktion zu kompensieren, wohl aber diese zu unterstüzten. Die moderne Medizin hat durch Entwicklung der künstlichen Niere oder durch die Nierentransplantation die Möglichkeit gefunden diesen Patienten zu helfen.

Noch bedeutsamer ist aber eine andere Wirkung des regelmäßigen Saunabadens. So kommt es auch bei Patienten mit sog. Nierenhochdruck zur Senkung des Blutdrucks. Hierzu liegen Untersuchungen an der Berliner Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation (Charité) vor. Sicher sollten  Nierenkranke vorher ihren Arzt darüber konsultieren. Wesentlich ist, dass nach der Sauna oder ausnahmsweise zwischen den Saunagängen ausreichend getrunken wird.

Fazit
nach ärztlicher Beratung können Nierenkranke im kompensierten Zustand also mit eingeschränkter aber noch ausreichender Nierenfunktion in die Sauna. Der Vorteil liegt weniger in der Tatsache, dass vermehrt Schlacken ausgeschieden werden und damit die Arbeit der Nieren unterstützt wird als in der deutlichen Senkung eines erhöhten Blutdruckes.

Prof. Dr. med. Eberhard Conradi
ehem. Direktor der Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation des Universitätsklinikums (Charité) der Berliner Humboldt Universität.


 
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